In vielen Fällen geht alles ganz schnell. Etwa 50 Prozent der Menschen in unserem Land sterben in einem Krankenhaus, weitere 30 Prozent in einem Pflegeheim. Nicht immer können die Angehörigen selbst zum Todeszeitpunkt am Sterbebett sein. In diesen Fällen werden sie umgehend verständigt. Oft wird dann als nächstes ein Bestattungsunternehmen benachrichtigt, das den Angehörigen vieles abnimmt und mit professioneller Routine für die nächsten Schritte sorgt. Dennoch ist
es ratsam, sich für die persönliche Situation und die eigenen Überlegungen Zeit zu nehmen.
Wichtig zu wissen ist: Niemand von außen hat über den toten Menschen zu bestimmen. In jedem Fall müssen die Angehörigen den vorgeschlagenen Schritten zustimmen.
Es ist für viele Angehörige mit Angst verbunden und kann dennoch sehr hilfreich sein, den Leichnam noch einmal anzuschauen und zu berühren. Denn dies erleichtert es, loszulassen und den Tod anzunehmen. Eine harmonische, ruhige und persönliche Umgebung, ob zuhause oder in Form eines speziellen Abschiedsraums, schafft den angemessenen Rahmen dafür.
Besondere Todesumstände, wie ein Unfall oder ein Verbrechen, erlauben möglicherweise kein unmittelbares Abschiednehmen. Gespräche mit Menschen, die Ihnen nahestehen, oder auch mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer können dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen
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